PRESSEMITTEILUNG:
ITALIANA KULTURBRÜCKE AM RHEIN 2026
(In italiano a fondo pagina)
10. Ausgabe von ITALIANA KULTURBRÜCKE AM RHEIN 2026
und 25 Jahre MenschenSinfonieOrchester:
Köln feiert Musik, Vielfalt und gelebte Inklusion
Liebe Freundinnen und Freunde des Festivals, liebe Medienvertreter und liebe Nachbarn aus dem Veedel, ich hoffe, es geht Ihnen und Euch gut.
Vom 5. bis 30. November 2026 verbindet ITALIANA KULTURBRÜCKE AM RHEIN in der Kölner Südstadt italienische Musikkultur, Migrationserinnerungen und gesellschaftlichen Dialog. Höhepunkt ist das Jubiläumskonzert des MenschenSinfonieOrchesters am 26. November in der Lutherkirche. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.
Mit seiner zehnten Ausgabe feiert ITALIANA KULTURBRÜCKE AM RHEIN erneut die kulturelle Vielfalt Kölns. Vom 5. bis 30. November 2026 lädt das Festival in die Kölner Südstadt ein und verbindet Musik, Fotografie, persönliche Geschichten und gesellschaftliche Begegnungen. Ein besonderer Anlass prägt das diesjährige Programm: Das MenschenSinfonieOrchester (MSO) blickt auf 25 Jahre gemeinsames musikalisches Arbeiten zurück – ein Vierteljahrhundert, in dem Inklusion, künstlerische Freiheit und menschliche Begegnung nicht nur diskutiert, sondern auf der Bühne gelebt wurden.
Unter der künstlerischen Leitung des Musikers und Komponisten Alessandro Palmitessa versteht sich ITALIANA KULTURBRÜCKE AM RHEIN als ein Festival, das italienische Kultur jenseits vertrauter Klischees präsentiert und zugleich Fragen nach Migration, Identität, Erinnerung und Zusammenleben aufgreift. Das Motto lautet: **„Ein Kulturfestival in Köln, jenseits von Pasta und Amore!“
25 Jahre MenschenSinfonieOrchester: Musik als gemeinsamer Lebensraum
Das MenschenSinfonieOrchester wurde 2001 von Alessandro Palmitessa und Pfarrer Hans Mörtter gegründet. Seit seinen Anfängen bringt das Ensemble Menschen mit unterschiedlichen Lebensgeschichten, sozialen Erfahrungen und musikalischen Hintergründen zusammen. Die Musik schafft dabei einen Raum, in dem Vielfalt nicht als Hindernis, sondern als künstlerische Stärke verstanden wird.
Das 25-jährige Jubiläum ist deshalb mehr als ein Rückblick auf die Geschichte eines Orchesters. Es ist auch ein Statement für eine Gesellschaft, in der Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, ihren Lebensbedingungen oder ihren individuellen Voraussetzungen gemeinsam etwas gestalten können. Das Jubiläumskonzert am 26. November in der Lutherkirche bildet den Höhepunkt des Festivals und bringt langjährige Wegbegleiter sowie besondere Gäste aus unterschiedlichen musikalischen Welten zusammen.
Das Festivalprogramm
Donnerstag, 5. November – Eröffnung der „Mostra Diffusa“
Die dezentrale Fotoausstellung „Mostra Diffusa“ eröffnet das Festival mit einer fotografischen Reise durch unterschiedliche Perspektiven und Lebenswelten. Statt an einem einzigen Ort präsentiert zu werden, verteilt sich die Ausstellung auf mehrere Stationen in der Kölner Südstadt. So entsteht ein kultureller Rundgang, der Menschen, Orte und Geschichten miteinander verbindet.
Die Eröffnung beginnt um 17 Uhr im Vringstreff e. V., wird um 18 Uhr im Café PL678 und um 19 Uhr im Café Sur fortgesetzt und erreicht um 20 Uhr Mondo Aperto / Offene Welt, Zugweg 22. An jeder Station erwartet das Publikum ein eigener Beitrag. Die Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, die verschiedenen Orte zu entdecken und sich auf unterschiedliche künstlerische Perspektiven einzulassen.
Die Ausstellung läuft bis zum 30. November 2026. Alle beteiligten Orte können während ihrer regulären Öffnungszeiten besucht werden. Zu den beteiligten Fotografinnen und Fotografen gehören Bernd Arnold, Richard Bargel, Gerd Bonse, Francesca Magistro, Roberto Manzi, Hans Meisenberg, Leslie Niemöller, Georg Roloff, Frank Seyl, Steffi Sonntag und Jens Wagner-Brause. Die Idee und künstlerische Leitung stammen von Alessandro Palmitessa; kuratiert wird die Ausstellung vom neapolitanischen Dokumentarfilmer Geremia Carrara. Bei der Eröffnung sorgen Musiker des MenschenSinfonieOrchesters für Live-Musik.
Samstag, 7. November, 20 Uhr
„E la chiamano estate“
Ort: Mondo Aperto / Offene Welt, Zugweg 22, Köln
Mit „E la chiamano estate“ bringt Daniele Grivel italienisches Sommergefühl in den November. Unter dem Motto „Aperitivo mit Daniele“ verbindet der Abend Live-Musik, Gesang und interaktives Karaoke zu einer musikalischen Begegnung, bei der das Publikum nicht nur zuhören, sondern auch selbst mitmachen kann. Italienische Melodien, gemeinsame Erinnerungen und die besondere Atmosphäre eines Aperitivo-Abends machen die Veranstaltung zu einem lebendigen Auftakt für das Festivalprogramm.
Samstag, 14. November, 20 Uhr
„LAST TANGO IN COLOGNE / Letzter Tango in Köln“
Ort: Mondo Aperto / Offene Welt, Zugweg 22, Köln
Der Pianist Sebastian Rodríguez, ein italo-argentinischer Musiker, trifft auf Alessandro Palmitessa an Saxofon, Klarinette und Perkussion. Gemeinsam begeben sie sich auf eine musikalische Reise zwischen Tango und modernem Jazz.
Das Programm greift die Musik von Astor Piazzolla, Gato Barbieri und Dino Saluzzi auf und verbindet sie mit eigenen Kompositionen von Palmitessa. Dabei wird der Tango nicht nur als Musikstil verstanden, sondern auch als Ausdruck von Bewegung, Migration und kultureller Begegnung. „LAST TANGO IN COLOGNE“ erzählt von musikalischen Einflüssen, die Grenzen überschreiten und neue Klangwelten entstehen lassen.
Samstag, 21. November, 20 Uhr
Trito e Ritrito Trio „Italienische Musikreise in Deutschland“
Ort: Mondo Aperto / Offene Welt, Zugweg 22, Köln
Das Trito e Ritrito Trio mit Cosimo Erario (Gesang und Gitarre), Alessandro Palmitessa (Saxophon, Klarinette, Klein Perkussion) sowie dem Schauspieler Luca Paglia (Gesang und Erzählung) lädt zu einer musikalischen Reise durch italienische Klassiker und zeitgenössische Lieder ein. Zwischen Musik und persönlichen Geschichten geht es um Migration, Identität und Erinnerung – um das Ankommen in einem neuen Land, um die Verbindung zur Herkunft und um die Erfahrungen, die Generationen miteinander teilen. Der Abend erinnert an das deutsch-italienische Anwerbeabkommen von 1955 – ein Jahr nach dessen 70. Jahrestag – und richtet den Blick auf die Geschichte italienischer Arbeitsmigration nach Deutschland und ihre Bedeutung für die Gegenwart.
Sonntag, 22. November, 16 Uhr
„MALAPARATA“
Ort:** Mondo Aperto / Offene Welt, Zugweg 22, Köln
„MALAPARATA“ ist ein Konzert zwischen gesprochener Sprache und Musik, geprägt von der klanglichen und sprachlichen Vielfalt Italiens und insbesondere Neapels. Roberto Pappalardo gestaltet den vokalen Teil des Programms; Stefano Arrigo begleitet ihn mit Gitarre und Sounddesign.
Rezitation, Stimme und Klang verbinden sich zu einer vielschichtigen Darbietung, in der Sprache nicht nur Bedeutung vermittelt, sondern selbst zu Musik wird. Das Publikum begegnet einer italienischen Ausdrucksform, die Tradition und Gegenwart miteinander verbindet.
Donnerstag, 26. November, 19 Uhr –
Jubiläumskonzert: 25 Jahre MenschenSinfonieOrchester
Ort: Lutherkirche, Martin-Luther-Platz 1, Köln
„Was jetzt als Inklusion im Trend liegt, machen wir von Beginn an“
Das Jubiläumskonzert des MenschenSinfonieOrchesters ist der zentrale Höhepunkt der zehnten Ausgabe von ITALIANA KULTURBRÜCKE AM RHEIN. Seit 25 Jahren steht das MSO für eine musikalische Praxis, in der Menschen mit unterschiedlichen Biografien und Voraussetzungen gemeinsam auf der Bühne stehen. Das Konzert feiert diese Geschichte mit Künstlerinnen und Künstlern, die das Orchester über viele Jahre begleitet haben oder neue musikalische Perspektiven einbringen.
Zu den besonderen Gästen gehört Peppe Voltarelli, der dreimal mit der Targa Tenco ausgezeichnet wurde und aus Kalabrien stammt. Mit Alessandro Palmitessa verbindet ihn eine fast zwanzigjährige Zusammenarbeit. Beide standen bereits 2008 gemeinsam auf der Bühne der Berliner Volksbühne. Voltarelli bringt seine unverwechselbare Stimme, seine süditalienischen Wurzeln und die Tradition des italienischen Cantautore in das Jubiläum ein.
Klaus der Geiger, eine prägende Persönlichkeit der Kölner Musikszene und bekannt für seine musikalische und gesellschaftliche Protesthaltung, begleitet das MenschenSinfonieOrchester seit dessen frühen Tagen. Seine Geige steht für eine Musik, die sich einmischt, Haltung zeigt und Menschen zusammenbringt. Seine langjährige Verbindung zum MSO macht ihn zu einem wichtigen Teil der Orchestergeschichte.
Mit Richard Bargel kommt eine Ikone des Blues auf die Bühne. Als markanter Sänger und Slide-Gitarrist erweitert er den musikalischen Horizont des Abends um den erdigen, unmittelbaren Klang des Blues. Seine Präsenz steht für eine eigenständige musikalische Handschrift und für die Kraft einer Musik, die persönliche Erfahrungen in einen universellen Ausdruck verwandelt.
Krazy, dessen musikalische Einflüsse von Punkrock bis Jazz reichen, tritt erstmals live mit dem MenschenSinfonieOrchester auf. Die Begegnung verspricht neue Klangfarben und einen spannenden musikalischen Kontrast – und zeigt, dass das MSO auch nach 25 Jahren offen für neue Impulse und unerwartete Verbindungen bleibt.
Der italienische Cantautore und Jazzgitarrist Cosimo Erario verbindet virtuoses Gitarrenspiel mit der erzählerischen Tradition des italienischen Liedes. Seine Mitwirkung schlägt eine Brücke zwischen Jazz, italienischem Cantautorato und dem musikalischen Erbe, das ITALIANA KULTURBRÜCKE AM RHEIN seit Jahren prägt.
Mit Aladji Mbaye Tama, einem senegalesischen Griot-Meister, kommen westafrikanische Rhythmen und die Tradition mündlicher Erzählkunst hinzu. Sein Tama, die sprechende Trommel, eröffnet eine eigene rhythmische und klangliche Sprache. Damit erweitert er das musikalische Spektrum des Abends und unterstreicht den interkulturellen Charakter des Festivals.
Auch Tanz und Bewegung gehören zum Jubiläum: Der Choreograf Christian Korbella und die Golden Girls treten gemeinsam mit den Musikerinnen und Musikern auf. Nachdem sie über Jahre hinweg an der Saaltür des Gemeindesaals präsent waren, stehen sie nun selbst im Mittelpunkt des Geschehens – nicht mehr am Rand, sondern mitten auf der Bühne. Dieser Perspektivwechsel ist zugleich ein symbolischer Moment des Abends: Menschen, die lange Teil des Umfelds waren, werden sichtbar und gestalten das Programm aktiv mit.
Durch den Abend führt Luciana Caglioti. In Gesprächen mit Hans Mörtter, Sonja Grupe (Südstadt Lebene E.v.) und Thorsten Wachter (Vringstreff E.v.) werden die Geschichte des Orchesters, seine künstlerische Entwicklung und seine gesellschaftliche Bedeutung beleuchtet.
Das Jubiläumskonzert vereint Blues, italienisches Cantautorato, Jazz, Protestmusik, westafrikanische Rhythmen und Tanz. Es ist Rückblick und Aufbruch zugleich: eine Feier von 25 Jahren gemeinsamer musikalischer Arbeit, in der unterschiedliche Biografien und künstlerische Ausdrucksformen gleichberechtigt zusammenfinden. Das MenschenSinfonieOrchester zeigt, dass Inklusion nicht erst seit Kurzem ein gesellschaftliches Schlagwort ist, sondern seit seiner Gründung gelebte Praxis – und dass gemeinsame Musik eine Kraft entfalten kann, die weit über die Bühne hinausreicht.
Musik, Begegnung und kultureller Dialog
Mit seiner zehnten Ausgabe setzt ITALIANA KULTURBRÜCKE AM RHEIN seine Arbeit als kulturelle Brücke am Rhein fort. Die Veranstaltungen verbinden italienische Musik und Kultur mit den Geschichten von Migration, dem Austausch zwischen unterschiedlichen Traditionen und der Frage, wie Zusammenleben in einer vielfältigen Stadt gestaltet werden kann.
Das Jubiläum des MenschenSinfonieOrchesters gibt diesem Anliegen eine besondere Bedeutung. Es erinnert daran, dass kulturelle Teilhabe nicht nur ein Ziel, sondern ein gemeinsamer Prozess ist – getragen von Menschen, die sich begegnen, zuhören und miteinander etwas schaffen.
Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Aufgrund begrenzter Platzkapazitäten wird eine Reservierung empfohlen.
Reservierungen und Informationen:
